Tanzen ist Ausdruck, Bewegung und Freude zugleich und überraschend viel mit Kreativität verwandt. Ich schreibe darüber, was das Tanzen mit mir macht, was es mit dem Kopf freizubekommen und warum Körper und Geist auch im kreativen Beruf zusammengehören.
... befreit und macht den Kopf frei
Manchmal ist der Kopf einfach voll. Übervoll. Deadlines, To-do-Listen, Ideen, Sorgen, Gedankenkarussell – alles auf einmal. Wenn ich merke, dass es eng wird da oben, weiß ich: Jetzt ist es Zeit, den Reset-Knopf zu drücken.
Es gibt viele Wege, den Kopf freizubekommen. Für mich funktioniert am besten eine Mischung aus Bewegung, Ausdruck und Abstand. Ein Spaziergang ohne Ziel durch die Straßen oder den Wald – einfach laufen, frische Luft tanken und die Gedanken dabei sortieren. Oder ich greife zu Stift oder Pinsel, lasse Linien und Objekte entstehen, egal ob abstrakt oder natürlich – einfach malen, um loszulassen. Und manchmal, wenn gar nichts mehr geht, kommt mein persönlicher Energie-Booster: Tanzen.
Tanzen ist für mich wie ein Ventil – alles darf raus, nichts muss perfekt sein. Es braucht keine Bühne, keine Choreo – nur Musik und den Mut, loszulassen. Ich tanze sehr gern zu Reggae und Dancehall, weil mich die smoothen Rhythmen sofort packen und weil ich dabei abschalte und komplett im Moment bin. Aber ich tanze auch viel zu deutschem Rap und Pop, Schlagermusik oder typischer Oktoberfestmusik – mein Körper entscheidet je nach Verfassung, Laune und der örtlichen Gegebenheit.
Und ja – manchmal drehe ich die Musik zu Hause so laut auf, dass meine Familie die Augen verdreht. Aber das nehme ich in Kauf. Denn nach ein paar Minuten auf meinem kleinen Wohnzimmer-Dancefloor bin ich ein anderer Mensch. Entspannter, gelöster, lebendiger.
Tanzen ist für mich wie ein inneres Aufräumen. Der ganze mentale Ballast – rausgeschwitzt. Was bleibt: Platz für Neues. Platz für frische Ideen, klare Gedanken und die Energie, wieder loszulegen.
Was bringt Sie wieder in den Flow? Vielleicht ist es Musik. Vielleicht Farbe. Vielleicht der erste Schritt nach draußen. Finden Sie Ihren Weg – oder erzählen Sie mir davon. Ich bin gespannt.
„Tanzen mit Freunden ist wie ein Reset-Knopf: Kopf aus, Musik an.“
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Was verbindet Tanzen und Kreativität?
Beides lebt von Improvisation, Rhythmus und dem Mut, sich auszudrücken. Tanzen kann kreative Blockaden lösen und neue Energie freisetzen.
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Warum ist körperliche Bewegung für Kreativschaffende wichtig?
Weil der Körper Stress abbaut, das Gehirn mit Sauerstoff versorgt und Bewegung nachweislich die kognitive Leistung und Stimmung verbessert.
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Wie integriert Yvonne Beyer Bewegung in ihren Alltag?
Als bewusste Auszeit vom Schreibtisch. Tanzen, Spazierengehen oder Sport als Gegenpol zur sitzenden, konzentrierten Kreativarbeit.
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